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Euro: Unterstützung für die Börse

Der Euro hat nach der Ausbreitung der Corona-Pandemie im letzten Jahr zunächst gegenüber dem US-Dollar stark aufgewertet. Dieser Trend ist gebrochen, auch für die Börse und unseren Index ist das keine schlechte Nachricht.


Der Euro war zunächst ein Krisengewinner, nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat der Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar stark zugelegt. Das war insbesondere auf die raschen und deutlichen Stimulierungsmaßnahmen der US-Notenbank zurückzuführen, die die Zinsen handstreichartig auf null gesenkt hat und ein großes Kaufprogramm für festverzinsliche Wertpapiere initiierte. Inzwischen erwägt die FED aber eine baldige Straffung der Geldpolitik – und der Euro ist in der Defensive.

US-Straffung und Trendwende

Von Dezember 2015 bis Ende 2018 hatte die FED die Leitzinsen in den USA schrittweise erhöht. Die EZB hat hingegen das Nullniveau beibehalten, was für eine deutliche Zinsdifferenz zwischen den Wirtschaftsräumen gesorgt hat. Die Folge war eine deutliche Dollaraufwertung bis zum März 2020, als der Euro ein markantes Tief bei rund 1,06 US-Dollar markierte. Die FED hatte da aus Sorge vor einem Wirtschaftsabschwung die Leitzinsen aber schon wieder drei Mal reduziert, auf 1,5 bis 1,75 %, und dort zunächst belassen – dann kam Corona.

Zinsvorsprung eliminiert

Auf die Pandemie hat die FED mit zwei großen Zinssenkungen um insgesamt 1,5 % reagiert und damit den Zinsvorsprung der USA eliminiert. Das leitete wieder eine deutliche Aufwertung des Euro ein, die Anfang 2021 endete. Seitdem zeichnet sich erneut eine Trendwende ab, da die US-Notenbank nach der deutlichen Wirtschaftserholung eine erneute Straffung der Geldpolitik erwägt, zunächst dürften – eventuell noch in diesem Jahr – die monatlichen Käufe festverzinslicher Wertpapiere reduziert werden. Damit startet auch die EZB im vierten Quartal, die europäische Notenbank hat in dieser Woche eine moderate Reduktion des bisherigen Kaufvolumens (80 Mrd. Euro pro Monat) angekündigt.

Fazit

Neben der Inflation ist die Geldpolitik ein maßgeblicher Treiber der Wechselkurse. Sollte die FED ernst machen und die Zügel bald anziehen – der schwache US-Arbeitsmarkt im August hat daran zuletzt wieder leichte Zweifel gesät –, könnte der Dollar aufwerten, wenn ein höheres Tempo vorgelegt wird, als von der EZB in Europa. Ein starker Dollar gilt aber tendenziell als gut für die Börsen, und die europäische Wirtschaft kann den positiven Impuls einer Abwertung auf die Ausfuhren auch gut gebrauchen.

Insofern stufen wir das Szenario, das sich aktuell an den Börsen mit der Abwertung der Euro abzeichnet, auch als positiv für den Value-Stars-Deutschland-Index ein. Im laufenden Jahr hat der Index bereits eine Rendite von 31,9 % erzielt, während der DAX seit Jahresbeginn um 14,4 % gestiegen ist (Stand 16.09.2021, 16:50 Uhr)

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