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Öl: OPEC-Entscheidungen bremsen Preistrend nicht

Der Ölpreis ist den letzten Wochen wieder deutlich gestiegen. Dabei ist die Angebotslage gar nicht schlecht, aber die Verunsicherung über die weitere Rolle Russlands ist groß. Für die Aktienmärkte könnte die Schmerzgrenze bald erreicht sein.

Der Ölpreis hat in der letzten Woche bei der Sorte Brent 120 US-Dollar pro Barrel überschritten, damit nähert er sich dem im März markierten Mehrjahreshoch (133 US-Dollar). Dabei sieht es angebotsseitig gar nicht so schlecht aus, die US Energy Information Administration rechnet – trotz einer Reduktion der Schätzungen zur Weltproduktion – weiter mit einem Angebotsüberhang in diesem Jahr. Die große Unbekannte ist aber die russische Partizipation am Weltmarkt.

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EU-Ölembargo

Ende Mai haben die EU-Staaten einen Kompromiss zu einem möglichen Ölembargo gegen Russland gefunden, der zwar vielfach kritisiert wurde, aber perspektivisch eine deutliche Wirkung entfalten soll. Bis zum nächsten Jahr könnten die Öleinfuhren aus Russland um 90 Prozent sinken. Inwieweit Russland sein Öl anderweitig verkaufen kann, ist die große Unbekannte bei der Schätzung der verfügbaren Weltproduktion. Die US Energy Information Administration hat in den letzten Monaten ihre Schätzungen zum weltweiten Output in diesem Jahr etwas zusammengestrichen, auf 100,1 Mio. Barrel pro Tag (mb/d). Damit soll die Förderung, anders als in 2021, aber weiterhin über der Nachfrage liegen, deren Schätzung ebenfalls etwas reduziert wurde, auf 99,6 mb/d.

OPEC liefert mehr Öl

Ein Grund für die relativ komfortable Angebotslage ist, dass sich die OPEC auf dem aktuellen Kursniveau bereit zeigt, die Förderung stärker zu erhöhen. Nachdem zuletzt ein Produktionsplus von 0,4 mb/d von Monat zu Monat vorgesehen war (das allerdings dann de facto teilweise nicht erreicht wurde), sind für Juli und August Zuwächse von jeweils 0,65 mb/d vorgesehen. Und Saudi-Arabien hat die Bereitschaft signalisiert, durch eine stärkere Förderung einen möglichen Rückgang der russischen Produktion auszugleichen. Durch den Ölpreisschub befindet sich zudem auch die Förderung der USA im Vorwärtsgang. Nachdem der Output sehr lange zwischen 10 und 11 mb/d gependelt hatte, wurden zuletzt wieder fast 12 mb/d erreicht.

Besser als der DAX

Seit Auflage hat der Value-Stars-Deutschland-Index den DAX deutlich geschlagen.

Fazit

Die Versorgung am Ölmarkt scheint eigentlich nicht schlecht, von dieser Warte aus ist die Kletterpartie beim Ölpreis nicht ganz nachvollziehbar. Aber die Unsicherheit ist groß, in welchem Ausmaß russisches Öl tatsächlich verfügbar bleibt. Dementsprechend werden am Markt hohe Risikoaufschläge gezahlt, und daran dürfte sich auch so schnell nichts ändern.

Die Aktienmärkte werden von den hohen Energiepreisen wieder stärker unter Druck gesetzt, was sich zuletzt in größeren Kursverlusten beim DAX und auch beim Value-Stars-Deutschland-Index niedergeschlagen hat. Es scheint so, dass bei einem Ölpreis von 120 US-Dollar (Brent) die Schmerzgrenze für die Anleger langsam erreicht ist. Seit seiner Auflage im Dezember 2013 hat der Value-Stars-Deutschland-Index bereits eine Rendite von 198,3 % erzielt, während der DAX im gleichen Zeitraum um 42,3 % gestiegen ist (Stand 13.06.2022, 18.00 Uhr).

Disclaimer

Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar. Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise.

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Stand 25.06.2022 / 12:59, L&S
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