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Euro: Angst vor dem Abwärtsdruck

Für die EZB ist es eine Gratwanderung, die Inflation deutlich zu drücken, ohne die Konjunkturdynamik komplett abzuwürgen. Der Erfolg der Geldpolitik hat großen Einfluss auf den Eurokurs – und auch auf die Aktienmärkte.

Im Juni und Juli hatte der Eurokurs zum Dollar noch mal einen Erholungsversuch gestartet, doch dieser ist verpufft, inzwischen befindet sich die Gemeinschaftswährung wieder auf Talfahrt. Die niedrigere Inflation und die höheren Marktzinsen sprechen klar für den US-Dollar. 

Daran wird wohl auch die jüngste Zinserhöhung der EZB nichts ändern – eher im Gegenteil. Denn angesichts eines schwachen Wirtschaftsausblicks dürfte die europäische Notenbank ihr Erhöhungspotenzial langsam ausgereizt haben. Sollte der Euro deswegen stärker korrigieren, würde das die ohnehin noch sehr hohe Inflation weiter anfachen.

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Marktzinsvorsprung der USA wieder gewachsen

Um 25 Basispunkte auf 4,5 % hat die EZB den Leitsatz angehoben – die FED ist aber schon ein paar Schritte weiter, mit einem Zins von 5,25 bis 5,50 %. Dass dieses Niveau in Europa noch erreicht wird, daran haben die Anleger Zweifel. Die Marktzinsdifferenz zwischen US-Staatsanleihen und deutschen Papieren mit derselben Laufzeit hat sich jedenfalls in den letzten Monaten wieder ausgeweitet, was den Dollar stützt.

Eurozone in schwieriger Lage

Das dürfte daran liegen, dass die Wirtschaftsentwicklung der USA mit einem deutlich höheren Wachstum und einer niedrigeren Inflation einfach robuster ist. Die Eurozone befindet sich hingegen in einer schwierigen Lage: Die EZB musste ihre Prognose für das Wachstum in diesem Jahr von ohnehin schon mickrigen 0,9 % auf 0,7 % reduzieren, zugleich wurde der Inflationsausblick von 5,4 auf 5,6 % angehoben – das sieht schon sehr nach Stagflation aus. Und die weiter angehobenen Zinsen werden die Expansionskräfte zusätzlich belasten.

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Besser als der DAX

Seit Auflage hat der Value-Stars-Deutschland-Index den DAX deutlich geschlagen.

Fazit

Die Wirtschaft in Europa befindet sich in einer schwierigen Stagflationsphase. Die EZB dürfte hoffen, dass sich die Preissteigerungsrate mit der aktuellen Zinserhöhung weiter abkühlt, ohne das Wachstum völlig abzuwürgen. Ob die Rechnung aufgeht, werden die nächsten Monate zeigen. Der Euro steht in jedem Fall unter einem gewissen Abwertungsdruck zum Dollar, was zwar dem Wachstum helfen könnte, aber auch für weiteren Inflationsdruck sorgt. 

Die Aktienmärkte haben trotzdem positiv auf die EZB-Sitzung reagiert – da dürfte die Hoffnung mitschwingen, dass die Gratwanderung gelingt. Ist das der Fall, dürften die Indizes noch deutlich höhere Kurse sehen, wovon mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der Value-Stars-Deutschland-Index erheblich profitieren würde. Seit seiner Auflage im Dezember 2013 hat der Value-Stars-Deutschland-Index bereits eine Rendite von 146,4 % erzielt, während der DAX im gleichen Zeitraum um 66,7 % gestiegen ist (Stand 19.09.2023, 13.00 Uhr).

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Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar. Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise.

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Stand 28.05.2024 / 11:28, L&S
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Ø pro Jahr
Emissionskurs (EUR)
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Emissionsdatum
23.12.2013
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