Trump macht, was er will, und stürzt immer mal wieder den ein oder anderen Markt in den Krisenmodus. Jetzt hat es den Ölmarkt erwischt – wird auch das nur ein kurzes Intermezzo?
Die willkürliche Trump-Politik hat den nächsten Markt in den Krisenmodus gestürzt: Seit dem Dezembertief hat der Ölpreis in der Spitze um mehr als 35 % zugelegt. Und das, obwohl die Versorgungslage eigentlich gut ist. Aber am Markt geht die Angst um, dass die US-Attacke auf den Iran zu einer Eskalation der Lage und zu einer Störung der Ölexporte aus dem Nahen Osten führen wird. Wie immer bei Trump scheint das durchaus möglich, es muss aber nicht so kommen.
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Weiter wachsendes Überangebot
Die US Energy Information Administration (EIA) hat jüngst ihren Datensatz zur Versorgungslage am globalen Ölmarkt leicht angepasst. Während die Produktionserwartung für das laufende Jahr geringfügig, von 107,7 auf 107,8 Mio. Barrel pro Tag (mb/d) angehoben wurde, ist die Aufwärtsrevision für 2027 deutlicher ausgefallen, nämlich von 108,2 auf 108,8 mb/d. Da die Werte zum weltweiten Konsum (104,8 und 106,1 mb/d) unverändert geblieben sind, ergibt sich daraus ein weiter wachsendes Überangebot am Ölmarkt.

Mittelfristige Folgen schwer abzuschätzen
Das gilt aber nur unter der Voraussetzung, dass es keine größeren Schocks an diesem Markt gibt – und das ist keineswegs gewiss. Denn die USA haben zusammen mit Israel den Iran attackiert, und die verbliebene politische Führung des Iran könnte nun, neben Gegenattacken in der Region, die Straße von Hormus ins Visier nehmen. Diesen Meeresengpass, den der Iran relativ leicht blockieren kann, muss ein substanzieller Teil der Ölexporte aus dem Nahen Osten passieren. Damit würde das globale Ölangebot schlagartig verknappt. Allerdings würde der Iran damit auch die Nachbarstaaten brüskieren und eine Ausweitung des Konflikts riskieren.
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