Gold hat eine bemerkenswerte Rally hingelegt und zwischendurch sogar die Marke von 5.500 US-Dollar überschritten. Seitdem durchläuft der Markt eine Konsolidierung.
Die massive Goldrally der letzten Monate kulminierte Ende Januar in einem Anstieg auf mehr als 5.500 US-Dollar je Unze. Dann sorgten abrupte Gewinnmitnahmen, zum Teil auch als Folge von höheren Sicherheitsanforderungen an den Terminmärkten, für einen kräftigen Rücksetzer. Im Moment sieht es aber nicht so aus, als hätte dieser Schocker dem grundsätzlich positiven Markttrend deutlich geschadet.
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Misstrauen gegenüber etablierten Währungen steigt
Die steigenden Staatsschulden in vielen Schlüsselländern, allen voran Japan und die USA, sowie die Versuche von Donald Trump, die Unabhängigkeit der FED auszuhebeln, schüren das Misstrauen gegenüber den etablierten Währungen. Insbesondere die Weltleitwährung, der US-Dollar, erlebt eine ausgeprägte Schwächephase und ist kürzlich gegenüber dem Euro auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren gefallen. Die Akteure am Kapitalmarkt suchen nach Alternativen – und der Klassiker ist Gold, das historisch insbesondere in Phasen mit einem schwachen Dollar seine Stärke ausspielt. Innerhalb eines Jahres hat der Goldpreis um mehr als 70 % zugelegt.

Zwei wichtige Gruppen kaufen zu
Das liegt insbesondere auch daran, dass die Finanzinvestoren im letzten Jahr förmlich aufgewacht sind. In 2024 war das Interesse an Gold noch vergleichsweise gering, so dass die Monate mit globalen Zuflüssen in ETFs von einem relativ überschaubaren Volumen geprägt waren, zugleich gab es sogar noch mehrere Monate mit Abflüssen. Im letzten Jahr hat sich das Bild deutlich gewandelt, die Zuflüsse haben sich vervielfacht und lediglich in einem Monat (im Mai) gab es ein kleines Minus. Dieser Trend hat sich im Januar 2026 fortgesetzt. Ebenfalls fast durchweg netto auf der Käuferseite: die Zentralbanken. Einer der wichtigsten Akteure, die Zentralbank von China, hat nach den Daten von gold.org letztmals im Oktober 2024 eine Kaufpause eingelegt. Seitdem werden Monat für Monat die Bestände aufgestockt, zuletzt allerdings mit geringerem Tempo.
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