Der DAX geht auf Tauchstation, da sich beim Irankrieg weiter keine Entspannung abzeichnet. Der wirtschaftliche Schaden für Deutschland wird in Frühindikatoren sichtbar.
In den letzten Monaten hatten die Konjunkturfrühindikatoren im Trend nach oben gezeigt und eine Belebung der deutschen Wirtschaft angekündigt. Jetzt gibt es peu à peu die ersten belastbaren Stimmungsdaten nach dem Ausbruch des Irankriegs und dem anschließenden starken Preisanstieg bei Öl. Und die fallen finster aus. Noch gibt es aber eine Chance, dass sich die negativen Auswirkungen in Grenzen halten.
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Aufwärtstrend bis zum Kriegsausbruch
In diesem Jahr sollte es endlich etwas werden mit dem Konjunkturaufschwung. Das deutete nicht nur der ZEW-Index mit einem deutlichen Anstieg seit dem letzten November an, auch dem IFO-Index gelang zuletzt ein Satz nach oben. Und selbst die rezessionsgeplagte deutsche Industrie schien endlich auf dem Weg der Besserung, was aus dem Branchen-Einkaufsmanagerindex ersichtlich wurde, der im Februar erstmals seit 42 Monaten wieder in den Expansionsmodus zurückgekehrt ist. Es schien so, dass die Anpassungsmaßnahmen der Unternehmen und die höheren Staatsausgaben die Trendwende erzwingen.

Neuer Schub bei Energiepreisen
Doch nach der langen Leidenszeit ist die positive Stimmung höchst fragil und damit anfällig für neue Schocks. Und ein solcher ist der Irankrieg zweifelsohne, denn er trifft die Wirtschaft an einer Stelle, die in den letzten Jahren bereits bremsend gewirkt hat: den Energiekosten. Nach dem Peak der Öl- und Gaspreise mit dem russischen Überfall der Ukraine hatte sich die Lage im Nachgang sukzessive entschärft, jetzt ist der Ölpreis aber binnen kurzer Zeit um mehr als 70 % gestiegen (gegenüber Dezembertief) und auch bei Gas (Dutch TTF Natural Gas Future) ist eine ähnliche Entwicklung zu beobachten.
Dass das die Stimmung in der Wirtschaft deutlich dämpft, ist keine Überraschung. Der ZEW-Index zu den Konjunkturerwartungen ist daher im März von 58,3 Punkten im Vormonat auf -0,5 Punkte eingebrochen.
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