Im Moment richtet sich der Blick der Anleger besonders auf die Quartalszahlen. Während es für den DAX und europäische Titel ganz ordentlich läuft, sprinten US-Unternehmen mal wieder voraus.
Es ist durchaus spannend, wie die großen Konzerne das Kriegsquartal verkraften. Bislang verläuft die Berichtssaison in Europa relativ unspektakulär, und die US-Unternehmen können sogar glänzen. Das dürfte ein zentraler Grund für die Stabilität der großen Leitindizes sein. In Europa steht die echte Nagelprobe aber erst noch aus.
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Moderates Gewinnwachstum zeichnet sich ab
Die Analystenerwartungen an das Gewinnwachstum der STOXX-600-Unternehmen im ersten Quartal 2026 lagen kurz nach Kriegsausbruch im Iran bei knapp über 1 %, danach sind sie deutlich gestiegen, bis auf 4,2 %, um wieder leicht auf zuletzt 3,2 % zurückzukommen. Das scheint sich als halbwegs realistisch darzustellen. Zwar hat erst ein kleinerer Teil der Indexunternehmen berichtet, davon haben aber 53,5 % die Gewinnerwartungen geschlagen – das liegt fast exakt auf dem historischen Durchschnitt. Etwas schlechter sieht es bei der Umsatzdynamik aus, hier lagen nur 41,8 % über den Schätzungen, üblich sind hingegen 58 %.

Renditen gestiegen, aber nicht kritisch
Deutlich in den Schatten gestellt wird das aber von den US-Unternehmen. Beim S&P 500 ist die Berichtssaison schon etwas weiter fortgeschritten – und satte 84 % haben die Gewinn- sowie 81 % die Umsatzerwartungen geschlagen. Damit zeichnet sich für die Indexmitglieder ein hohes Gewinnwachstum von im Durchschnitt 15 % für Q1 ab. Davon können die Europäer – zumindest im Moment noch – nur träumen. Allerdings spiegelt sich das auch in der Bewertung entsprechend wider: Während der DAX im Moment auf ein Konsens-KGV von ca. 18 kommt, liegt der S&P 500 bei 29.
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