Die USA und der Iran tauschen Verhandlungsangebote aus und zumindest im Moment schweigen die Waffen weitgehend. Selbst eine schnelle Einigung würde aber die Probleme auf dem Ölmarkt nicht sofort beheben. Dennoch bestehen gute Chancen auf eine Entspannung.
Eine konkrete Einigung im Irankonflikt steht weiter aus. Der Ölpreis der Sorte Brent ist daher kürzlich erneut in Richtung Jahreshoch gestiegen, danach aber wieder abgebröckelt. Selbst, wenn der Iran und die USA in Kürze einen Deal abschließen, werden die Folgewirkungen noch länger zu spüren sein. Doch zugleich gibt es auch Faktoren, die Hoffnung machen.
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Iran unter Einigungsdruck?
US-Präsident Trump wechselt so ca. im Zweitagesrhythmus zwischen euphorischen Wasserstandsmeldungen zum Verhandlungsstand mit dem Iran und martialischen Drohungen gegen das Mullah-Regime. Nüchtern betrachtet gibt es vermutlich nur einen Faktor, der die Führung des Irans zum Einlenken bringen könnte – nämlich, wenn die Hafenblockade tatsächlich so negative Konsequenzen hat, wie einige Beobachter vermuten. Sollte die Ölproduktion aus Quellen wegen voller Läger gestoppt werden müssen, könnten diese nämlich nachhaltig beschädigt werden. Und es könnte sein, dass die Lagerkapazitäten des Iran schon in den nächsten Wochen weitgehend ausgeschöpft sind.

Normalisierung benötigt Zeit
Die Hoffnung auf eine schnelle Beilegung des Konflikts hat in den letzten Wochen schon oft getrogen, so dass die US Energy Information Administration ihren Ausblick für die Ölpreisentwicklung nach oben revidieren musste. Die Behörde geht davon aus, dass es auch bei einer Einigung dauern wird, bis sich der Markt ansatzweise normalisiert. So dürfte es eine längere Zeit brauchen, bis die Förderung wieder hochgefahren wurde und sich die internationalen Transportbewegungen eingependelt haben. Außerdem rechnet die EIA mit einer längeren Phase mit erhöhten Risikoprämien am Markt.
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