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Gold: Die Nagelprobe

Gold ist immer noch in der Konsolidierungsphase. Finanzinvestoren haben zuletzt schon wieder überwiegend gekauft, aber jetzt rückt erstmal die Notenbankpolitik in den Fokus.

Der Goldpreis hat vom Allzeithoch, das im Januar nach einer dynamischen Rally bei knapp 5.600 US-Dollar markiert wurde, in der Spitze um 27 % korrigiert, aktuell beträgt der Abstand zum Hoch immer noch fast 20 %. Rein technisch ist die Konsolidierung damit sehr weit fortgeschritten. Aber wie sind die fundamentalen Aussichten? Im Prinzip günstig, aber es gibt eine große Unbekannte.

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Finanzinvestoren kaufen schon wieder

Der massive Kursrückgang bei Gold im März war insbesondere auch auf Gewinnmitnahmen von Finanzinvestoren zurückzuführen. Die hatten zuvor neun Monate in Folge – gemessen an den ETF-Zuflüssen – zugekauft, darauf folgten im März dann aber kumulierte Abflüsse in Höhe von 11,8 Mrd. US-Dollar. Doch das war, zumindest bislang, nur ein kurzlebiges Phänomen. Im April haben die Anleger ihre Bestände schon wieder um 6,6 Mrd. US-Dollar aufgestockt, wobei der größte Anteil davon auf Europäer entfallen ist. Ob daraus wieder eine neue Kaufserie wird, bleibt aber noch abzuwarten.

Quelle: gold.org

Neuer FED-Chef als große Unbekannte

Das Inflationsumfeld spricht zumindest für Gold. In den USA ist die Preissteigerungsrate zuletzt innerhalb von zwei Monaten von 2,4 auf 3,8 % angezogen und damit auf den höchsten Stand seit Mitte 2023. In der EU ist der Effekt bislang nicht ganz so ausgeprägt, aber auch im Gemeinschaftsraum hat die Inflation in diesem Zeitraum von 1,9 auf 3,0 % angezogen. Die EZB tendiert daher zu einer strafferen Zinspolitik – das wäre eine potenzielle Belastung für den Goldpreis. Aber was macht die FED? US-Präsident Trump hat den neuen Chef Kevin Warsh eigentlich mit dem klaren Befehl inthronisiert, die Zinsen deutlich zu senken. Ob er sich daran nun im Amt aber hält, steht auf einem ganz anderen Blatt. Auch Jerome Powell wurde einst von Trump installiert und hat sich dann als höchst widerspenstig erwiesen.

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Fazit

Sollte die FED in dem aktuellen Inflationsumfeld die Zinsen deutlich senken, würde sie Öl ins Feuer gießen. Das wäre fast eine Garantie für wieder deutlich steigende Goldpreise nach der umfassenden Konsolidierung. Ob Kevin Warsh einen solchen Kurs aber tatsächlich riskiert und im Führungsgremium der FED auch durchbekommt, bleibt abzuwarten. Ein scharfer geldpolitischer Kurs scheint unter ihm zunächst aber eher unwahrscheinlich, und das spricht für Goldkäufe zur Inflationsabsicherung. 

Wer angesichts der gestiegenen Volatilität eine Alternative zu Gold-Investments sucht, wird eventuell bei deutschen Nebenwerten fündig – der im Sektor investierte Value-Stars-Deutschland-Index hat im laufenden Jahr einen sehr positiven Trend etabliert und den DAX sowie den SDAX bislang deutlich outperformt.

Seit seiner Auflage im Dezember 2013 hat der Value-Stars-Deutschland-Index bereits eine Rendite von 187,5 % erzielt, während der DAX im gleichen Zeitraum um 161,3 % gestiegen ist (Stand 08.06.2026, 15:15 Uhr).

Disclaimer

Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar. Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise.

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Stand 08.06.2026 / 19:48, L&S
ISIN: DE000LS8VSD9
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Performance  
+187,7 %
Seit Emission
+8,8 %
Ø pro Jahr
Emissionskurs (EUR)
100,00
Emissionsdatum
23.12.2013
Handelsplätze
Stuttgart, L&S
Zertifikatsgebühr p.a.  
1,75 %
Performancegebühr  
20,0 %
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