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Zinsen: Eine bedrohliche Entwicklung

Mit dem Irankrieg hat die US-Regierung für einen neuen Schub bei der Inflation gesorgt. Am Anleihenmarkt sind die Zinsen daraufhin auf en durchaus kritisches Level gestiegen.

Dass US-Präsident Trump mit seiner Brachial-Politik auf dünnem Eis operiert, zeigt insbesondere der Anleihenmarkt. Im Nachgang zum Angriff auf den Iran sind die Bondkurse deutlich gefallen und vice versa die Renditen gestiegen, als sich gezeigt hat, dass die Probleme des Konflikts nicht schnell gelöst werden können. Für die USA ist die Entwicklung durchaus bedrohlich.

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Inflationsschub führt zu Zinsanstieg

Zweieinhalb Jahre lang sah es nach einer Topbildung bei den Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen aus. Zwar war ein leichter Aufwärtstrend der Tiefpunkte auch in dieser Zeit erkennbar, aber die Marke von 5 % war die Schallmauer, die höchstens ganz kurz und nicht signifikant überschritten wurde. Bis jetzt. Denn mit dem Inflationsschub durch den Irankonflikt, der die US-Preissteigerungsrate bereits von 2,4 % noch im Februar auf 3,8 % im April getrieben hat, sind die Bondkurse unter Druck geraten. Infolgedessen ist die Rendite mit 5,2 % auf den höchsten Stand seit der Zeit vor der Finanzkrise 2008 gestiegen.

Hohe Mehrbelastung

Damit hat sich die gesamte Zinsstrukturkurve nach oben verschoben – gegenüber dem Stand vor dem Angriff auf den Iran um 40 bis 60 Basispunkte. Nun könnte man meinen, dass Zinsen auf diesem Niveau kein Problem darstellen, schließlich gab es in früheren Zeiten noch deutlich höhere Werte. Das allerdings bei einer ganz anderen Staatsverschuldung. Diese ist in den USA seit der Finanzkrise von knapp unter 10 Bio. US-Dollar auf aktuell fast 40 Bio. US-Dollar gestiegen. Was ein Anstieg des durchschnittlichen Zinsniveaus dieser Schulden um 100 Basispunkte ausmachen würde, kann man sich leicht ausrechnen, nämlich knapp 400 Mrd. US-Dollar zusätzliche Zinszahlungen im Jahr!

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Fazit

Das kann der schon arg strapazierte und stark defizitäre US-Staatshaushalt kaum verdauen. Insofern dürfte die US-Regierung früher oder später unter Druck geraten – nicht umsonst ruft Trump nach niedrigeren Leitzinsen. Diese helfen ihm indes nur, wenn der Markt das mitmacht. 

Die Anleihenkurse dokumentieren stattdessen Misstrauen gegenüber der US-Politik. Sollten die Renditen weiter steigen, dürfte es daher für Trump ungemütlich werden. Kommt es hingegen jetzt zu einer schnellen Einigung mit dem Iran – und der Marktdruck dürfte dabei durchaus behilflich sein – könnte sich die Lage am Bondmarkt zumindest vorerst wieder entspannen. Das wäre auch für Aktien und den Value-Stars-Deutschland-Index eine gute Nachricht.

Seit seiner Auflage im Dezember 2013 hat der Value-Stars-Deutschland-Index bereits eine Rendite von 192,7 % erzielt, während der DAX im gleichen Zeitraum um 167,5 % gestiegen ist (Stand 26.05.2026, 12:30 Uhr).

Disclaimer

Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar. Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise.

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Stand 26.05.2026 / 19:44, L&S
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23.12.2013
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