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Zinsen: Der Damm ist gebrochen

Am Aktienmarkt war die Stimmung zuletzt recht positiv. Der deutliche Anstieg der Marktzinsen ist allerdings durchaus bedrohlich.

Der im Mai erfolgte Anstieg der Rendite von 30-jährigen US-Staatsanleihen über die 5-Prozent-Marke, die zuvor mehr als 20 Jahre lang nicht signifikant überschritten wurde, schien noch so etwas wie ein Betriebsunfall, der schnell durch eine kräftige Gegenbewegung nach unten korrigiert wurde. Der zweite Anstieg im Juli und August ist aber deutlich hartnäckiger und hat auch auf ein neues Renditehoch von rund 5,3 % geführt. Für die US-Regierung ist das gefährlich – es gibt aber auch einen Hoffnungsschimmer.

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Renditeanstieg schmerzhaft für US-Regierung

Die US-Staatsverschuldung liegt inzwischen bei 123 % des BIP, das Budgetdefizit bei 5,9 %. Der Kapitalbedarf der US-Regierung ist damit enorm und die Auswirkungen von deutlich steigenden Zinsen sind drastisch. Deshalb dürfte der Anstieg der Zinsstrukturkurve, der im laufenden Jahr zu beobachten war, für Donald Trump schmerzhaft sein. Dass die Rendite von 30-jährigen US-Bonds die Schallmauer von 5 % durchbrochen hat, dürfte das markanteste Symbol der kritischen Lage darstellen.

Inflationspeak überschritten?

Nicht umsonst versucht Trump seit längerem, die FED zu deutlichen Zinssenkungen zu drängen. Mit diesem Auftrag hat er auch den neuen Chef Kevin Warsh ins Rennen geschickt. Doch dieser scheint dem erstmal nicht zu folgen, das Führungsgremium hat die Zinsen in den ersten Sitzungen nach dem Wechsel zunächst unangetastet gelassen. Zum Glück. Denn ein Glaubwürdigkeitsverlust der Notenbank könnte erst richtig teuer für die USA werden. Für eine Zinsreduktion ist erst einmal eine Beruhigung an der Inflationsfront wichtig – und da sieht es gar nicht so schlecht aus. Nach dem Peak durch den Irankrieg im Mai mit 4,2 % ist die Preissteigerungsrate zuletzt zwei Mal in Folge zurückgegangen, auf 3,4 % im Juli.

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Fazit

Fallende Anleihenkurse, wie zuletzt bei 30-jährigen, sind oft spiegelbildlich zu steigenden Aktienkursen – bis zu einem gewissen Punkt. Mit einer Rendite von über 5 % am langen Ende könnte dieser aber langsam erreicht sein. Wenn sich der Anstieg fortsetzt, wird es auch für Aktien gefährlich. Hilfe kommt aber unter Umständen von der Inflation, die sich wieder zu beruhigen scheint. Damit sind perspektivisch sogar sinkende US-Leitzinsen denkbar – der Wunschtraum von Trump und in dem Szenario auch ein gutes Signal für Aktien allgemein wie auch für den Value-Stars-Deutschland-Index.

Seit seiner Auflage im Dezember 2013 hat der Value-Stars-Deutschland-Index bereits eine Rendite von 182,9 % erzielt, während der DAX im gleichen Zeitraum um 176,6 % gestiegen ist (Stand 19.08.2026, 15:20 Uhr).

Disclaimer

Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar. Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise.

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Stand 20.08.2026 / 11:49, L&S
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Ø pro Jahr
Emissionskurs (EUR)
100,00
Emissionsdatum
23.12.2013
Handelsplätze
Stuttgart, L&S
Zertifikatsgebühr p.a.  
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Performancegebühr  
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