Die Renditen von Staatsanleihen in den USA sind auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren gestiegen. Die Luft für Trump wird dünner und die Anleger werden nervös.
Die USA versuchen weiterhin, den Iran irgendwie zum Einlenken zu bewegen – bislang mit wenig Erfolg. Ablesbar sind die hilflosen Bemühungen am Ölpreis, der in der letzten Woche wieder die Marke von 100 US-Dollar (Sorte Brent) überschritten hat. Das sorgt für einen anhaltend hohen Inflationsdruck und setzt auch den Anleihenmärkten zu. Die US-Regierung versucht gegenzusteuern – und was macht die FED?
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Aufwärtsverschiebung der Zinsstrukturkurve
Der Juli markiert die – endgültige – Zeitenwende am Anleihenmarkt. Die Renditen bei 30-jährigen US-Bonds sind deutlich über die 5-Prozent-Marke gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren. Neben dem kräftigen Inflationsdruck bereitet vor allem die ausufernde Staatsverschuldung der USA Sorgen, die inzwischen 40 Bio. US-Dollar überschritten hat und weiter mit hohem Tempo wächst. Das hat im laufenden Jahr bereits zu einer deutlichen Aufwärtsverschiebung der Zinsstrukturkurve geführt.

Regierung interveniert – und die FED?
Der Renditeanstieg am langen Ende macht auch die US-Regierung nervös, daher will sie am Markt noch stärker intervenieren. Mitte August hat der Finanzminister angekündigt, das Volumen der Anleihenkäufe bei längeren Laufzeiten ab September zu verdoppeln, dafür werden mehr Kurzläufer ausgegeben. Schon diese Ankündigung hat Wirkung gezeigt, denn zuletzt ist der Renditeanstieg am langen Ende ins Stocken geraten, während er bei kurzen Laufzeiten noch deutlich ausgefallen ist. Die Frage ist nun, was die FED in dieser Woche macht. Am Markt wird inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von 70 % für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte gesehen (Quelle: CME FED Watch am 11.09.).
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