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Öl: Es wird schlimmer – dann aber besser?

Die Entwicklung am Ölmarkt war zuletzt eine deutliche Belastung für Aktien. Doch die Lage ist vielleicht besser, als es auf den ersten Blick wirkt. Das wäre auch für den Value-Stars-Deutschland-Index positiv.

Ende Juni notierte der Ölpreis der Sorte Brent nur noch knapp über 70 US-Dollar. Am Markt wurde darauf spekuliert, dass sich die Restriktionen für Ölexporte von der arabischen Halbinsel sukzessive lockern, was sogar das Potenzial für eine Angebotsschwemme hatte. Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Stattdessen hat sich nämlich die Lage am Golf zunehmend verschärft, so dass Brent zwischenzeitlich erneut deutlich über 100 US-Dollar gestiegen ist. Trotzdem gibt es Hoffnung.

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Lage immer schwieriger

Die USA haben die Lage am Golf mit dem Angriff des Iran destabilisiert – und jetzt wirkt US-Präsident Trump zunehmend ratlos beim Versuch, die negativen Folgewirkungen zu beheben. Die Straße von Hormus ist immer noch eingeschränkt, und nach dem Vorrücken bis zur Westküste des Jemen können die mit dem Iran verbündeten Huthi auch an der Meerenge Bab al-Mandab die Schifffahrt sabotieren – das ist die wichtigste Ausweichroute für Saudi-Arabien. Zu allem Überfluss fällt auch noch eine zentrale Pipeline nach einer Attacke länger aus.

Die Suche nach Alternativen läuft

Nach Angaben der US Energy Information Administration (EIA) haben sich im August die Ölexporte, die Saudi-Arabien über das Rote Meer verschifft, bereits halbiert. Die Behörde geht davon aus, dass sich die erzwungenen Produktionskürzungen der Golfstaaten im August wieder auf 6,7 Mio. Barrel pro Tag (mb/d) belaufen haben – nach rd. 5 mb/d noch im Juli. Trotz der aktuellen Verschlechterung der Lage am Golf gehen die Experten aber davon aus, dass sich die Abschläge jetzt wieder reduzieren, und zwar auf durchschnittlich 6,2 mb/d in Q3 und 5,7 mb/d in Q4. Dieser Optimismus liegt darin begründet, dass in der Region massiv an Transportalternativen gearbeitet wird, etwa mit Hilfe von Landtransporten und Umladungen. Auch die Nutzung und der Ausbau von Pipelines werden vorangetrieben.

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Fazit

Die Lage am Ölmarkt hat sich noch einmal deutlich verschärft, was die Konjunktur erneut empfindlich belasten dürfte. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels, denn auch ohne große Konfliktlösung könnte die Produktion in der Golfregion nach Schätzung der EIA wieder steigen und – etwas später als erwartet – erneut zu einem Überangebot am Ölmarkt führen. 

Im Idealfall wird aus dem aktuellen Preisanstieg zusammen mit dem Hoch aus März/Mai ein großes Doppel-Top. Das wäre für den Aktienmarkt insgesamt und den Value-Stars-Deutschland-Index eine gute Nachricht.

Seit seiner Auflage im Dezember 2013 hat der Value-Stars-Deutschland-Index bereits eine Rendite von 188,3 % erzielt, während der DAX im gleichen Zeitraum um 172,2 % gestiegen ist (Stand 22.09.2026, 12:40 Uhr).

Disclaimer

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Stand 23.09.2026 / 22:47, L&S
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Performance  
+186,6 %
Seit Emission
+8,6 %
Ø pro Jahr
Emissionskurs (EUR)
100,00
Emissionsdatum
23.12.2013
Handelsplätze
Stuttgart, L&S
Zertifikatsgebühr p.a.  
1,75 %
Performancegebühr  
20,0 %
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