Der DAX balanciert am Abgrund, bzw. an der enorm wichtigen unteren Grenze des Seitwärtskorridors der letzten Monate. Währenddessen vollzieht sich ein Favoritenwechsel.
Im Oktober hatte der DAX versucht, aus dem über Monate ausgebildeten Seitwärtskorridor nach oben auszubrechen – und ist damit krachend gescheitert. Wie so oft folgte darauf eine stärkere Bewegung in die Gegenrichtung. Diese Marktphase offenbart auch, dass die alten Treiber der Rally im Moment nicht mehr funktionieren – und dass die Anleger nach neuen Favoriten suchen.
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Aufwärtstrends enden
Die DAX-Schwergewichte Rheinmetall, SAP und Siemens waren in den letzten Jahren zuverlässige Treiber der Indexrally. Doch sukzessive ist bei den Werten der Aufwärtstrend abgebrochen – zunächst bei SAP in diesem Frühjahr, dann bei Rheinmetall im Sommer und seit neuestem schwächelt auch Siemens. Das dürfte auch an der hohen Bewertung liegen, die die Titel nach den Kurszuwächsen erreicht haben. Auch nach der kräftigen Korrektur liegt das SAP-Konsens-KGV25 immer noch bei 34, Rheinmetall kommt sogar auf 56 und der Siemens-Konzern liegt bei 20 – was für das Geschäft auch kein Schnäppchen ist.

Sektorrotation zumindest in Ansätzen
Die Anleger suchen daher nach Alternativen und werden durchaus bei Werten fündig, die auch zuvor schon gut gelaufen sind. So wird die Performance-Liste des letzten Monats von Heidelberg Materials, Deutsche Post und Siemens Energy angeführt – alles Titel, die auch bei der Zwölfmonatsrendite glänzen. Aber auch bei den vorherigen Underperformern tut sich etwas. Insbesondere die gescholtenen Automotive-Werte konnten sich allesamt eher im oberen Bereich des Tableaus platzieren. Und das, obwohl der DAX insgesamt schwach war. Abschläge bei den vorherigen Favoriten und eine Erholung bei schwachen Werten – das ist zumindest im Ansatz eine gesunde Sektorrotation.
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