Der DAX ist kräftig zurückgepfiffen worden, die Chartlage hat sich dadurch aber nicht wesentlich verändert. Neue Dynamik könnte von Industriewerten kommen – auch für den Value-Stars-Deutschland-Index wäre das eine gute Nachricht.
Nach dem letztlich misslungenen Ausflug auf neue Höchststände im Januar befindet sich der DAX weiter in einer Konsolidierungsphase. Einige Werte haben im letzten Monat schwer gelitten, allen voran SAP. Doch insgesamt ist das Bild gemischt, es gibt auf Monatsbasis mehr Gewinner als Verlierer. Das liegt auch daran, dass die Konjunkturdaten wieder mehr Hoffnung machen. Vor allem von der Industrie gibt es positive Signale.
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Aktienselektion ist Trumpf
Mit einem Miniplus von 0,3 % hat der DAX in den letzten vier Wochen quasi stagniert. Zwischenzeitlich sah es deutlich besser aus, aber dann hat SAP negativ überrascht und den Index deutlich nach unten gezogen. Doch die Entwicklung ist sehr heterogen, denn in dem Zeitraum haben nur 40 % der Aktien ein Minus verzeichnet und 60 % zugelegt. Es zeigt sich: Die Anleger schauen inzwischen genauer hin und bewerten die individuellen Zukunftsaussichten. Im Zentrum steht dabei das Gewinnwachstum, das aber nun wieder stärker in Relation zur aktuellen Bewertung gesetzt wird (siehe SAP).
Positive Signale von der Industrie
Künftig könnte insbesondere die Gewinnentwicklung der Industrieunternehmen wieder besser ausfallen. Die Anbieter leiden seit drei Jahren unter einer Sektorrezession. Doch diese könnte nun langsam auslaufen, wobei die USA möglicherweise wieder der Vorreiter sind. Der US-Industrie-Einkaufsmanagerindex hat im Januar einen überraschenden Sprung um 4,7 auf 52,6 Punkte geschafft und liegt damit erstmals seit einem Jahr wieder im Expansionsbereich. Einen starken Beitrag leisteten u.a. der Auftragseingang und die Produktion – ein hoffnungsvolles Signal. In Deutschland und Europa war die Entwicklung nicht so dynamisch, sie geht aber auch in die richtige Richtung. So konnte der deutsche Index immerhin um 2,1 auf 49,1 Punkte zulegen und in der Eurozone gab es ein Plus von 0,7 auf 49,5 Punkte. Damit haben sie sich der Expansionsschwelle, die bei 50 Punkten liegt, wieder angenähert.
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