Der DAX kämpft um die Marke von 23.000 Punkten – die untere Begrenzung der Seitwärtsphase von Mai bis November 2025. Auch, wenn diese Schlacht vielleicht zunächst verloren geht, bietet die miese Stimmung perspektivisch Potenzial für eine Erholung.
Der Absturz der Aktien war das Resultat einer rasanten Stimmungswende bei den Anlegern. Der Irankrieg hat sie – obwohl durchaus absehbar – ganz offensichtlich auf dem falschen Fuß erwischt. Wegen der Folgewirkungen ist in kurzer Zeit aus einer deutlich bullishen eine stark bearishe Stimmung geworden. Auch, wenn sich zumindest für Deutschland tatsächlich relativ gravierende konjunkturelle Konsequenzen abzeichnen, ist die Sentimentlage eher als Chance zu interpretieren.
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Bullenquote hat stark zugenommen
Die Anleger waren lange Zeit stimmungsmäßig unentschieden, dann sind sie wegen der Chance auf eine Konjunkturerholung im Q1/2026 mehrheitlich auf die Bullenseite gewechselt – und wurden vom Irankrieg kalt erwischt. Die Bärenquote in der AAII-Umfrage hat in den letzten Wochen einen Sprung nach oben gemacht, zwischenzeitlich auf das höchste Niveau seit den Zollturbulenzen im letzten Jahr. Die Bullenquote ist aber nicht ganz so stark erodiert wie damals, da ein Teil des Zuwachses aus dem stark geschrumpften neutralen Lager kam.

Nur eine Stimmungsdelle?
Die Anleger fürchten, dass der neuerliche Ölpreispeak und die Lieferkettenprobleme durch den Konflikt für eine Anfachung der Inflation und eine Dämpfung der Wirtschaftsdynamik sorgen werden. Mit Blick auf Deutschland scheint das nicht ganz unberechtigt. So sind wichtige konjunkturelle Frühindikatoren – der ZEW-Index und der IFO-Index – nach Kriegsausbruch gefallen. Allerdings ist ein Monat noch kein Trendsetter. Es kann sich dabei auch nur um eine Stimmungsdelle aufgrund einer wirklich miesen Nachrichtenlage handeln. Gibt es rund um den Iran doch eine schnelle Entspannung und werden die Konflikteffekte (hoher Ölpreis, Sperrung der Straße von Hormus) zügig revidiert, könnte das auch für einen schnellen Stimmungsrebound sorgen.
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