Der DAX ist weiter im Konsolidierungsmodus, aber er hält sich insgesamt auf hohem Niveau. Das könnte darauf zurückzuführen sein, dass die wirtschaftlichen Perspektiven besser sind als erwartet.
Die Gewinnmitnahmen im Techsektor haben auch den DAX etwas unter Druck gesetzt, insgesamt hat sich der deutsche Leitindex aber auf immer noch relativ hohem Niveau gut behauptet. Damit bleibt er in Schlagdistanz zum Allzeithoch. Doch was könnte den Ausbruch auslösen? Möglicherweise eine überraschend gute wirtschaftliche Entwicklung, denn es mehren sich die Anzeichen, dass der Unternehmenssektor die Belastungen des Irankonflikts relativ gut wegsteckt.
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Frühindikatoren schmieren zunächst ab
Nach der amerikanisch-israelischen Attacke auf den Iran ist der Ölpreis in wenigen Wochen um mehr als 50 % angestiegen. Der nächste Schock für die hiesigen Unternehmen, die noch den massiven Energiepreisanstieg nach dem russischen Überfall der Ukraine in den Knochen haben. Dementsprechend sind die wichtigsten Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft im März und April abgeschmiert. So ist der eher träge IFO-Index zunächst um 2,2 Punkte und dann um weitere 1,8 Punkte gefallen. Mit einem Wert von 84,5 Punkten befand er sich danach auf dem tiefsten Stand seit der Corona-Krise.
Quelle: ifoBelastungen größtenteils kurzlebig
Doch damit waren die Manager eventuell zu pessimistisch. Die Belastungen durch den Ölpreispeak und Materialengpässe in einzelnen Bereichen (insbesondere bei Chemikalien und Kunststoffen) sind zwar deutlich zu spüren, aber womöglich zeitlich sehr begrenzt. Denn der Ölpreis ist nach einem kräftigen Rückgang schon wieder in etwa auf das Niveau vor Kriegsausbruch zurückgefallen – und es sieht so aus, als ob der Iran und die USA den Konflikt trotz aller Differenzen wirklich beenden wollen. Das spiegelt sich inzwischen auch im IFO-Index wider, der zuletzt zwei Mal in Folge zulegen konnte. Die Erwartungskomponente ist dabei allerdings recht schwach geblieben, was verdeutlich, dass die Unternehmen der Entspannung noch nicht so recht trauen.
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