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Zinsen: Panik oder Ende der Fahnenstange?

Die Marktzinsen steigen und steigen, vor allem in den USA. Das macht die Anleger zunehmend nervös. Es muss aber nicht zwangsläufig zu einer Panik kommen.

Der Kursverfall bei US-Bonds, spiegelbildlich zum Renditeanstieg an den Märkten, hat sich im September noch einmal deutlich beschleunigt. Ist der Markt langsam in einer Krisenspirale – oder ist das Ende der Fahnenstange bei den Renditen zumindest kurzfristig nah? Das dürfte maßgeblich von der US-Politik mitbestimmt werden. Im Fokus stehen die Außenpolitik der US-Regierung und die Geldpolitik.

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FED reagiert auf Inflationsentwicklung

Im September hat die FED ihre Schätzung zur US-Inflation (PCE) noch einmal etwas erhöht von 3,6 auf 3,7 %. Damit liegt sie deutlich über dem Zielwert der Notenbank von 2 %. Für das nächste Jahr wird indes eine kräftige Bewegung nach unten, auf 2,3 %, erwartet. Die FED arbeitet aktiv daran mit, dass es so kommt – mit der ersten Zinserhöhung seit mehr als drei Jahren, die auf der September-Sitzung des Führungsgremiums beschlossen wurde. Nach einer Anhebung um 25 Basispunkte liegt der Leitsatz jetzt zwischen 3,75 und 4,00 %. Da die Durchschnittsprojektion der Notenbank für das Jahresende einen Wert von 4,1 % vorsieht, impliziert das eine weitere Erhöhung um 25 Basispunkte noch im laufenden Jahr.

Was macht der Ölpreis?

Das hat den Aufwärtsmove bei den Marktzinsen noch einmal verschärft, vor allem am kurzen Ende. Von Mitte August bis Ende September ist die Rendite der Zweijährigen um mehr als 70 Basispunkte gestiegen. Dass die Zinsstrukturkurve im Zuge dessen flacher geworden ist, also der Anstieg am langen Ende nicht so deutlich war, werten wir als positives Zeichen. Das könnte widerspiegeln, dass die Anleger davon ausgehen, dass sich der Inflationsdruck bald wieder abmildert. Das wird aber ein Stück weit vom Ölpreis und damit von der US-Geopolitik abhängen…

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Fazit

Der Druck am Anleihenmarkt hat in jüngster Zeit noch einmal zugenommen. Der Kursverfall birgt durchaus Panikpotenzial. Entscheidend werden nunmehr die nächsten Wochen sein: Sollte der Ölpreis nach unten drehen und Druck von der Inflation nehmen, könnte sich die Geldpolitik der FED durchsetzen und am Markt wieder für fallende Renditen sorgen. 

Das wäre auch für den Aktienmarkt und den Value-Stars-Deutschland-Index eine gute Nachricht. Doch es bleibt eine Gratwanderung – und es ist jederzeit möglich, dass US-Präsident Trump Öl ins Feuer gießt.

Seit seiner Auflage im Dezember 2013 hat der Value-Stars-Deutschland-Index bereits eine Rendite von 184,6 % erzielt, während der DAX im gleichen Zeitraum um 167,5 % gestiegen ist (Stand 05.10.2026, 17.50 Uhr).

Disclaimer

Dieser Beitrag stellt eine Meinungsäußerung und keine Anlageberatung dar. Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise.

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Stand 05.10.2026 / 22:47, L&S
ISIN: DE000LS8VSD9
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Performance  
+184,5 %
Seit Emission
+8,5 %
Ø pro Jahr
Emissionskurs (EUR)
100,00
Emissionsdatum
23.12.2013
Handelsplätze
Stuttgart, L&S
Zertifikatsgebühr p.a.  
1,75 %
Performancegebühr  
20,0 %
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