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Öl: Entspannung bleibt (vorerst) aus

Der Ölmarkt bleibt ein Hotspot der Krise, die Preise sind wieder nah an den Jahreshöchstständen. Ein weiterer Anstieg ist ebenso denkbar wie ein deutlicher Rückgang.

Die Lage rund um den Iran und den Nahen Osten bleibt fragil, das spiegelt sich auch im Ölpreis wider. Eine Entspannung wurde vorerst vertagt, stattdessen bewegt sich die Brent-Notierung nach einer dynamischen Rally wieder in der Nähe der Jahreshöchststände. Die US Energy Information Administration (EIA) sieht trotzdem Chancen auf bald wieder fallende Preise, doch die Marktentwicklung dürfte stark von der weiteren US-Politik abhängen.

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Produktionskürzungen nehmen ab, aber es bleibt zäh

Die großen Ölproduzenten auf der arabischen Halbinsel, allen voran Saudi-Arabien, sind notgedrungen einfallsreich bei der Erschließung neuer Exportwege. Das spiegelt sich auch in einem Rückgang bei den Produktionskürzungen in der Region wider. Die EIA taxiert den durch den Irankonflikt und die Folgeerscheinungen erzwungenen Rückgang auf durchschnittlich 8,5 Mio. Barrel pro Tag (mb/d) im Zeitraum März bis Juli, im August waren es dann aber nur noch 5,8 mb/d und im September 4,8 mb/d. Damit verläuft der Prozess wegen der fragilen Lage allerdings zäher als erhofft.

Kommt es zu neuen Attacken?

Für das vierte Quartal 2026 geht die Agentur nur noch von durchschnittlichen Abschlägen in Höhe von 4,5 mb/d aus und in Q1/27 sollen diese dann weiter auf 2,7 mb/d sinken. Daraus leitet die Behörde einen deutlichen Anstieg des Ölangebots ab, dem aufgrund der hohen Preise lediglich ein moderater Nachfrageanstieg im nächsten Jahr gegenüberstehen soll. Die Jahresprognose 2027 der EIA sieht daher im Moment weiterhin einen großen Angebotsüberschuss vor, der aus einer Produktion von 109,6 mb/d bei einer Nachfrage von 104,6 mb/d resultiert. Ob dies freilich noch gilt, wenn die USA die nächsten großen Attacken auf den Iran starten, steht auf einem anderen Blatt.

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Fazit

Der Ölmarkt ist weiter stark politisch getrieben, da der Irankonflikt einen erheblichen Einfluss auf die Angebotsseite ausübt. Da die Lage sehr angespannt bleibt, gehen die Produktionskürzungen in der Region nicht so stark zurück wie erhofft. In naher Zukunft könnte sich die Situation zudem wieder verschlechtern, falls die USA eine neue Angriffswelle starten. 

Grundsätzlich bestehen damit zwar gute Voraussetzungen für einen Angebotsüberschuss am Ölmarkt, der für den Aktienmarkt insgesamt und auch für den Value-Stars-Deutschland-Index eine gute Nachricht wäre, aber damit sich dieser materialisiert, muss die US-Politik auch mitspielen und für eine Deeskalation sorgen.

Seit seiner Auflage im Dezember 2013 hat der Value-Stars-Deutschland-Index bereits eine Rendite von 181,8 % erzielt, während der DAX im gleichen Zeitraum um 173,5 % gestiegen ist (Stand 02.11.2026, 13.30 Uhr).

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Stand 02.11.2026 / 21:04, L&S
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